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Fairtrade-Stadt

Fairtrade

Bad Ems

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In Bad Ems hat der Faire Handel Tradition: Als Geburtsstunde des Fairen Handels in der Bundesrepublik gilt die Gründung der Importorganisation „GEPA“  (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) im Jahr 1975. Schon um das Jahr 1980 begann in Bad Ems eine Gruppe um Franz Lamberts damit,  Indio-Kaffee aus Guatemala nach den Grundsätzen des Fairen Handels zu verkaufen: Die Kaffeebauern bekamen für ihr Produkt einen höheren Preis, damit sie und ihre Familien ein menschenwürdiges Leben führen können. Der Verkauf erfolgte im Rahmen der ökumenischen Laienbewegung „Aktion 365“,  überwiegend auf Märkten und bei Gemeindefesten, wobei ein ehemaliger Schäferwagen als Verkaufsmobil diente. Im Jahr 1987 richtete die neu gegründete „Arbeitsgemeinschaft Eine Welt Bad Ems e.V.“ in der Geschenke-Boutique „Regenbogen“ von Renate Lotz in der Koblenzer Straße 5-7 eine ständige Verkaufsstelle für fair gehandelte Waren ein. Aus diesem Anfang ging 1991 der erste eigenständige „Dritte-Welt-Laden“  im Haus Schalom in der Kirchgasse 20 hervor. Im Jahr 2008 begann eine Ladenpartnerschaft mit der Stiftung Scheuern, einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Gleichzeitig erfolgte ein Umzug des Ladens in die Nieverner Straße 9. Seit 2011 befindet sich der Weltladen/Stiftung Scheuern in der Hauptgeschäftsstraße von Bad Ems, Römerstraße 72, wo er als Fachgeschäft des Fairen Handels fest etabliert ist. Außer fair gehandelten Waren aus Ländern des globalen Südens bietet der Laden auch Produkte aus einheimischen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen an.
Auch die Kirchengemeinden fördern seit vielen Jahren den Fairen Handel, indem sie bei ihren Veranstaltungen fair gehandelten Kaffee ausschenken, bei ihren Gemeindefesten fair gehandelte Waren anbieten und bei religiösen Aktionen wie dem Weltgebetstag das Thema „Fairer Handel“  herausstellen. Einzelne Schulen nutzen im Religionsunterricht und bei Projektwochen das Angebot der Arbeitsgemeinschaft Eine Welt Bad Ems e.V., den Fairen Handel vor Ort im Weltladen zu erklären.
Die Stadt Bad Ems hat sich stets aufgeschlossen gezeigt für Aktionen zur Werbung für den Fairen Handel, so z.B. im Jahr 2014, als die Stadt ein Etappenziel der Werbe-Radtour für den Fairen Handel entlang der Lahn war und die Teilnehmer vom Bürgermeister vor dem Rathaus begrüßt wurden.
Auch in der lokalen Presse ist der Faire Handel seit Jahren mit Berichten über Aktionen zum Weltladentag oder zur Fairen Woche häufig präsent.
Im Einzelhandel der Stadt hat sich der Faire Handel im Laufe der Jahre nach und nach einen festen Platz geschaffen. Heute bieten die Lebensmittelketten, die Drogeriemärkte, einzelne Modegeschäfte, ein Reformhaus, ein Spezialitätengeschäft und ein Getränkehändler fair gehandelte Waren an.