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Energieprojekte

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Die Verbandsgemeinde Bad Ems sieht sich als aktiver Gestalter der Energiewende und als Verantwortungsträger gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Dazu wurde bereits 2014 ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt, welches durch die Stelle eines Klimaschutzmanagers mit Leben gefüllt und sukzessive umgesetzt wird.

Das ehrgeizige Ziel der VG Bad Ems ist es, neben dem Ausbau regenerativer Energien, der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz auch die Reduktion der CO2e-Emissionen bis zum Jahr 2030 um über 50% gegenüber dem Niveau von 2012. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von rund 66.000 Tonnen CO2e.

Homepage: www.klima-lahn-taunus.de

Energieeffiziente Kommune VG Bad Ems - dena EKM:

Die VG Bad Ems ist bestrebt, sich im Rahmen des Pilotprojektes „Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen in Rheinland-Pfalz“ (dena EKM) der deutschen Energieagentur[1], zusammen mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz als „Energieeffiziente Kommune“ auszeichnen zu lassen.

Voraussetzung dafür war unter anderem die erfolgreiche Teilnahme an der 20 monatigen Veranstaltungsreihe (04/2015 – 11/2016) bei der sich über 12 Kommunen aus ganz Rheinland-Pfalz an Workshops, Netzwerktreffen und Erfahrungsaustausch im Bereich des kommunalen Klimaschutzes und Energiemanagements beteiligt haben.

Neben der angestrebten Zertifizierung ist das Ziel, die Energieeffizienz in den eigenen Liegenschaften kontinuierlich zu steigern und gleichzeitig auch Raum für aktiven Klimaschutz zu schaffen. Da die VG Bad Ems mit „best-practice“ Beispielen vorangehen möchte und die Verantwortung der Vorbildfunktion ernst nimmt.

Wasserkraftnutzung

Bereits 2010/11 hat die Steinhoff Energieanlagen GmbH einen Antrag zur Reaktivierung des Wasserkraftstandortes Bad Ems gestellt. Geplant wird die Anlage am alten Brückenfundament der Remy-Brücke, an der Bad Emser Kalkspitze. Sie wird umweltfreundlichen Strom für mehr als 1000 Haushalte produzieren und auch die nahe gelegene neue Emser Therme versorgen.

Nähere Informationen:
» www.steinhoff-energie.de

 

Geothermisches Potentiale

Ziel der im Mai 2010 von Prof. Dr. Georg Wieder und Dipl. Ing. (FH) Michael Münch vorgelegten der Machbarkeits-studie „Optimierung und Ausbau des geothermischen Potentials von Heil- und Grubenwassern in Bad Ems“ war, die energetische Thermalquellen- und Grubenwasser-nutzung außer dem Neuhoffnungsstollen technisch, ökologisch und wirtschaftlich zu prüfen. Die Thermal-quellen in Bad Ems sind bis 55 °C und das Grubenwasser ist ca. 25 °C warm. Thermalwasser ließe sich für Neubauten mit einem Wärmetauscher nutzen, während man für Altbauten und/oder Grubenwasser eine Wärmepumpe braucht. Technisch ließen sich 5.300 MWhth./a und wirtschaftlich 5.100 MWhth./a mit einer Leistung von 3.250 kWth. bzw. 2.980 kWth. nutzen. Dies würde zu einer technisch möglichen CO2- Einsparung von bis zu 490 t/a und einer wirtschaftlich sinnvollen von bis zu 470 t/a führen.

Quelle und Download:
» www.wald-rlp.de

Die VG Bad Ems will die großen geothermischen Potenziale der historischen Bergbaustadt Bad Ems nicht ungenutzt lassen, und ist gegenwärtig dabei, das Rathaus der Verbandsgemeinde durch ein Nahwärmenetz an den in unmittelbarer Nähe befindlichen „Stadtstolln“[1] per Wärmetauscher-Heizsystem für die Heizperiode 2017/18 zu über 95% mit warmen Grubenwässern zu versorgen.

Eine geothermische Wärmeversorgung für ein öffentliches Gebäude dieser Größe ist einmalig in Rheinland-Pfalz und wird daher durch Mittel des Umweltministeriums gefördert und durch das Institut für geothermisches Ressourcenmanagement (igem)[2] der Transferstelle Bingen wissenschaftlich Begleitet und evaluiert.

Die Umstellung der Heizung auf regenerative Wärme aus den 25°C warmen Grubenwasser des Stadtstollens spart neben 80.000 kg CO2 / Jahr auch noch über320 MWH fossile Rohstoffe (Erdgas) ein. Durch die wissenschaftliche Auswertung des Vorhabens sollen die dadurch gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Standorte in RLP mit ähnlichen Potenzialen angewandt werde.

Wärme und Strom aus der Kläranlage

Kläranlagen produzieren bei der Schlammfaulung soge- nanntes Klärgas. Dieses Biogas ist durch den relativ hohen Methangehalt für eine energetische Verwertung sehr interessant, wird aber in vielen Kläranlagen einfach abgefackelt. Die im Abwasserzweckverband Bad Ems zusammengeschlossenen Gemeinden entschieden sich dazu, in der Kläranlage Bad Ems ein Blockheizkraftwerk zu installieren, um das in der Anlage anfallende Klärgas zu verstromen und die Abwärme zu nutzen. Das eingebaute BHKW verfügt über eine thermische Anschlussleistung von 85 kWth und eine elektrische Leistung von 50 kWel. Das Klärgas-BHKW wurde im Rahmen eines Contracting-Modells errichtet und ging im November 2008 in Betrieb.

Die ausgekoppelte Wärme wird dazu genutzt, den in der Kläranlage anfallenden Faulschlamm im Trocknungsprozess vorzuwärmen. Darüber hinaus können über das BHKW Räume für Mitarbeiter beheizt werden und auch die Warmwasserbereitung für den Sanitärbereich erfolgt auf diesem Weg. Die prognostizierte Strommenge liegt bei ca. 380 000 kWh pro Jahr und wird größtenteils zur Deckung des Eigenbedarfes verwendet. Überschüssiger elektrischer Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die Wärmeauskopplung kann aufgrund variabler Einflussgrößen nicht eindeutig beziffert werden. Hier bleibt das Betriebsergebnis des ersten Jahres abzuwarten. Das Beispiel der Kläranlage in Bad Ems belegt, wie rationelle Energieerzeugung auch in den technischen Anlagen und Einrichtungen von Kommunen bewerkstelligt werden kann.

Kontakt:
Verbandsgemeinde Bad Ems, Lars Hilgert,Tel. 02603 793 –119, E-Mail: L.Hilgert@bad-ems.de

Verbandsgemeinde Bad Ems, Nico Hickel,Tel. 02603 793 –162, E-Mail: n.hicke@bad-ems.de

Quelle:
Kleine Kommunen groß im Klimaschutz - Gute Beispiele aus dem Wettbewerb „Klimaschutzkommune 2009“. Eine gemeinsame Veröffentlichung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und der Deutschen Umwelthilfe (Nr. 93 der DStGB-Dokumentationsreihe).